Uwe Timm über Utopie und Literatur

Mittwoch, 8. April 2020, 19:00 Uhr, Abtei Neumünster

Utopien haben Uwe Timm zeit seines Lebens beschäftigt: in seinem literarischen und essayistischen Werk ebenso wie auf seinen Reisen. In seinem neuen Band „Der Verrückte in den Dünen“ geht Uwe Timm der Frage nach, welch philosophische, künstlerische und gesellschaftlich gestaltende Kraft der utopische Gedanke heute noch entfaltet. Im Gespräch mit Prof. Dr. Georg Mein (Uni Luxemburg), Prof. Dr. Christof Hamann (Uni Köln) und seinem langjährigen Lektor Prof. Dr. Martin Hielscher (KiWi) beleuchtet Uwe Timm das utopische wie dystopische Moment in Klassikern der Weltliteratur und diskutiert gegenwärtige Aspekte utopischen Denkens im öffentlichen Bereich.

Uwe Timm gehört zu den erfolgreichsten deutschen Autoren der Gegenwart. Er wurde 1940 in Hamburg geboren. Nach einer Kürschnerlehre und einem Philosophiestudium in München und Paris veröffentlichte Timm 1971 seine ersten Gedichte. 1974 erschien sein Romandebüt „Heißer Sommer“. Geprägt von der 68er-Bewegung, nahm er sich als Autor auch immer wieder der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit an. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen wie u.a. 2018 das Bundesverdienstkreuz. Timm ist vierfacher Vater und lebt heute in München und Berlin.

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